{"product_id":"naim-uniti-star-lite","title":"Naim Uniti Star Lite","description":"\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDer Naim Uniti Star Lite ist ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie sich HiFi verändert hat, ohne dass sich das Wesentliche verändern musste.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eVor zehn oder fünfzehn Jahren hätte ein wirklich kompletter All-in-One-Player selbstverständlich ein CD-Laufwerk gebraucht. Heute beginnt ein Album für viele von uns nicht mehr damit, dass wir vor dem Regal stehen, sondern mit einer Suche in Qobuz, TIDAL oder Roon, vielleicht mit einer Empfehlung, die uns am Nachmittag geschickt wurde und abends plötzlich zwei Stunden Musik nach sich zieht. Genau für diese Art des Hörens ist der Uniti Star Lite gebaut.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEr nimmt das Konzept des bisherigen Uniti Star und konzentriert es auf das, was heute den größten Teil unseres musikalischen Alltags ausmacht: Streaming, Netzwerk, digitale Quellen, Fernseher und natürlich die Möglichkeit, auch klassische analoge Geräte einzubinden. Das CD-Laufwerk samt Ripping-Funktion des bisherigen Star ist verschwunden, die eigentliche Naim-Idee dahinter aber nicht. Im Gegenteil: Durch die vereinfachte interne Architektur konnte Naim den Star stärker auf seine Rolle als Streaming-Verstärker fokussieren und spricht selbst von einer kleinen klanglichen Weiterentwicklung gegenüber dem bisherigen Modell.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWir finden das bemerkenswert ehrlich.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDenn der Uniti Star Lite versucht nicht, noch schnell fünf Funktionen einzubauen, nur damit die Rückseite auf Fotos möglichst beschäftigt aussieht. Er konzentriert sich auf das, was er wirklich gut können soll: Musik aus digitalen Quellen holen, sie mit möglichst wenig technischer Unruhe verarbeiten und anschließend über eine klassische Naim-Class-AB-Endstufe an ein Paar ernstzunehmende Lautsprecher schicken.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDamit ist der Star Lite kein Lifestyle-Gerät, das zufällig auch Lautsprecher antreiben kann.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEr ist ein richtiger Naim-Verstärker, nur eben mit dem halben digitalen Musikuniversum bereits eingebaut.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eSeine Endstufe liefert 70 Watt pro Kanal an 8 Ohm. Wer Naim nur anhand von Wattzahlen beurteilt, wird damit vermutlich nie ganz glücklich werden, denn die Marke hat sich schon vor Jahrzehnten angewöhnt, Verstärker eher nach Stromlieferfähigkeit, Stabilität und rhythmischem Zugriff zu entwickeln als danach, welche möglichst imposante Zahl auf der Website steht. Der Uniti Star Lite bleibt dieser Philosophie treu und arbeitet weiterhin in klassischer Class-AB-Technik.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eUnd genau so möchten wir einen Uniti hören.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eMit Zug.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eMit Kontrolle.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eMit diesem typischen Naim-Gefühl, dass eine Basslinie nicht einfach tief spielt, sondern den nächsten Takt bereits vorbereitet, während der aktuelle noch läuft.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eNaim war nie die Marke für Menschen, die Musik vor allem nach der Breite der Bühne beurteilen und dabei vergessen, ob der Song eigentlich groovt. Die Faszination lag immer stärker darin, wie selbstverständlich eine gute Naim-Anlage Rhythmus zusammenhält, wie ein Schlagzeug Energie bekommt und wie eine Aufnahme plötzlich diese schwer messbare innere Spannung entwickelt, bei der man eigentlich nur kurz etwas ausprobieren wollte und vierzig Minuten später noch immer dasitzt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDer Uniti Star Lite trägt viel von diesem Charakter in eine sehr moderne Form.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eMan braucht keinen separaten Streamer, keinen DAC und keinen zusätzlichen Vollverstärker. Im einfachsten Fall schließt man ein wirklich gutes Paar Lautsprecher an, verbindet den Star Lite mit dem Netzwerk und hat eine vollständige Anlage, die erstaunlich wenig Platz beansprucht und trotzdem nicht nach Kompromisslösung aussieht.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eGerade für Wohnungen finden wir das extrem attraktiv.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eNicht jede hochwertige Anlage muss aus fünf schwarzen Kästen bestehen, zwischen denen irgendwann mehr Kabel als Parkett sichtbar sind. Es gibt durchaus Menschen, die sehr ernsthaft Musik hören, aber trotzdem noch ein Wohnzimmer besitzen möchten.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eFür genau diese Menschen ist die Uniti-Serie seit Jahren interessant.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDer Star Lite sitzt dabei an einer sehr schönen Stelle innerhalb der Familie. Er ist kräftiger und körperlich erwachsener als der Uniti Atom, bleibt aber kompakter und preislich zugänglicher als die größeren Nova-Modelle. Seine 70 Watt Class AB reichen für eine sehr breite Auswahl guter Kompakt- und Standlautsprecher, solange man bei der Kombination ein wenig Vernunft walten lässt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eUnd genau dort beginnt bei uns ohnehin die eigentliche Beratung.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWir würden einen Star Lite nicht einfach nach Leistungstabelle mit irgendeinem Lautsprecher verheiraten. Eine Chario Constellation, eine Revival Audio SPRINT oder ATALANTE, eine passende Focal oder ein anderer Lautsprecher aus unserem Sortiment kann je nach Raum und gewünschtem Charakter vollkommen unterschiedliche Seiten dieses Verstärkers zeigen.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eMit einem schnellen, offenen Lautsprecher bekommt man diese wunderbar unmittelbare Naim-Seite, bei der Musik fast aus den Startlöchern springt. Mit einem etwas körperlicher abgestimmten Partner kommt mehr Farbe und Größe hinzu. Und bei einem wirklich guten Match vergisst man ziemlich schnell, dass hier gerade ein All-in-One-Gerät spielt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDas ist für uns das eigentliche Ziel.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eNicht möglichst wenige Geräte um jeden Preis, sondern möglichst wenig Technik zwischen Mensch und Musik.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eIm Inneren arbeitet Naims NP800-Streaming-Plattform, die auch bei anderen Streaming-Produkten der Marke zum Einsatz kommt. Naim verwendet dabei differenzielle LVDS-Signalübertragung innerhalb der digitalen Architektur, um Störeinflüsse gering zu halten und die verschiedenen Bereiche des Geräts möglichst sauber voneinander zu trennen. Steuerungs- und Audioschaltungen sind galvanisch voneinander isoliert, und auch bei der Stromversorgung geht Naim nicht den billigsten Weg: Der Star Lite besitzt neben einer effizienten Versorgung für Standby-Funktionen weiterhin ein klassisches lineares Netzteil rund um einen großen Ringkerntransformator für die eigentlichen Audiobereiche.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDas ist ein schönes Detail, weil es zeigt, wo der Star Lite eigentlich herkommt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEr ist kein Netzwerkcomputer, dem am Ende noch zwei Lautsprecherklemmen spendiert wurden.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEr ist ein Verstärkerhersteller-Produkt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDie Streamingsektion musste sich in eine HiFi-Architektur einfügen und nicht umgekehrt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eKlanglich passt genau das zu seinem Charakter. Der Star Lite besitzt Kraft und Wärme, ohne dick zu werden, und er hat diese typische Naim-Direktheit, bei der Musik nicht analytisch vor einem ausgebreitet wird, sondern Bewegung bekommt. Stimmen stehen stabil im Raum, Gitarren besitzen Biss und Körper, während der Bass eher auf Timing und Kontrolle als auf demonstrative Größe setzt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDas kann bei Rock großartig sein.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eBei Soul sowieso.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eBei elektronischer Musik wird schnell deutlich, wie wichtig kontrollierter Bass eigentlich ist, denn ein tiefer Ton beeindruckt uns deutlich weniger als ein tiefer Ton, der im richtigen Moment beginnt und wieder aufhört. Gerade dort fühlt sich Naim seit Jahrzehnten ziemlich zuhause.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eUnd auch leise kann der Star Lite überzeugen.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEine gute Anlage darf ihren Charakter schließlich nicht erst dann entwickeln, wenn man die Nachbarschaft in das Musikprogramm einbezieht. Stimmen behalten Substanz, kleine dynamische Veränderungen bleiben nachvollziehbar und der rhythmische Zusammenhang fällt nicht in sich zusammen, nur weil am Lautstärkeregler ein wenig nach links gedreht wurde.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDieser Lautstärkeregler gehört übrigens zu den schönsten Dingen am gesamten Gerät.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eNaims großer, beleuchteter Drehregler sitzt oben im Gehäuse und hat sich längst zu einem der charakteristischen Merkmale der Uniti-Serie entwickelt. Er fühlt sich fast unnötig gut an, was vermutlich genau der Punkt ist. Ein Gerät, das jeden Tag benutzt wird, darf an den Stellen, an denen man es berührt, ruhig ein wenig luxuriös sein.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eAuf der Front sitzt das große 5-Zoll-Farbdisplay, das Cover, Titelinformationen und Menüs sauber darstellt, ohne den Star Lite in ein übergroßes Tablet zu verwandeln. Die Bedienung bleibt angenehm reduziert, und wer lieber vom Sofa aus arbeitet, kann entweder die bidirektionale ZigBee-Fernbedienung oder die Focal \u0026amp; Naim App verwenden. Bei der Fernbedienung ist keine direkte Sichtverbindung zum Gerät notwendig, und selbst Lautstärkeänderungen werden zwischen Gerät und Handgeber synchronisiert.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eIm Alltag landet man vermutlich trotzdem häufig beim Smartphone.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDie Focal \u0026amp; Naim App bündelt Streamingdienste, Musikserver, Internetradio und die verschiedenen Naim-Komponenten innerhalb einer Oberfläche. Spotify Connect, TIDAL und TIDAL Connect, Qobuz beziehungsweise Qobuz Connect, AirPlay 2, Google Cast, UPnP und Roon werden unterstützt, ebenso Internetradio und Musik von angeschlossenen USB-Speichern. Bluetooth ist ebenfalls vorhanden.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDas Entscheidende daran ist weniger die Länge dieser Liste als die Tatsache, dass man im Alltag wählen kann, wie man Musik starten möchte.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWer Spotify gewohnt ist, bleibt dort.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWer Qobuz nutzt, muss seine Gewohnheiten nicht ändern.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWer eine große eigene Musikbibliothek auf einem NAS besitzt, bindet sie über UPnP ein.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eUnd wer seine Sammlung über Roon organisiert, kann den Star Lite direkt in dieses Ökosystem integrieren.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEine gute Streaminglösung sollte uns nicht dazu erziehen, wie wir Musik hören sollen.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eSie sollte sich möglichst elegant aus dem Weg räumen.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eGenau deshalb ist auch die Multiroom-Funktion interessant. Mehrere aktuelle Streamingprodukte von Naim und Focal lassen sich miteinander verbinden und über dieselbe App steuern, wodurch der Star Lite durchaus zum Mittelpunkt einer größeren Installation werden kann. Gerade in Kombination mit Custom-Install-Projekten ist das spannend, weil der hochwertige Haupthörraum nicht zwangsläufig vom restlichen Multiroom-System getrennt werden muss.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eIm Wohnzimmer steht dann beispielsweise der Star Lite an einem richtigen Paar Lautsprecher, während in einem Nebenraum eine kleinere Streaminglösung arbeitet, und trotzdem bleibt Musik im gesamten Haus miteinander verbunden.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eAuch beim Fernseher ist Naim erfreulich pragmatisch.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eÜber HDMI ARC lässt sich der Star Lite direkt in ein TV-Setup integrieren. Wer bisher über Fernsehlautsprecher oder eine Soundbar hört, erlebt mit einem guten Stereo-Paar häufig den deutlich größeren Sprung als mit noch einem zusätzlichen Surround-Logo auf der Verpackung. Stimmen bekommen Körper, Filmmusik öffnet den Raum und ein Konzert auf dem Fernseher klingt plötzlich wie etwas, das man freiwillig länger als zehn Minuten laufen lässt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDas ist überhaupt eine der großen Stärken dieses Konzepts.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDer Star Lite ist eine richtige Musikanlage, aber er weigert sich, deshalb im Alltag unpraktisch zu sein.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eNeben Streaming und HDMI gibt es klassische analoge Eingänge über Cinch und selbstverständlich den für Naim typischen 5-poligen DIN-Anschluss, dazu optische und koaxiale Digitaleingänge, BNC, USB sowie einen analogen Ausgang, der beispielsweise für einen Subwoofer oder eine externe Endstufe genutzt werden kann. Ein Kopfhöreranschluss ist ebenfalls vorhanden.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDamit kann ein Star Lite weit mehr sein als ein geschlossener Streamingkasten.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEin Plattenspieler lässt sich über eine externe Phonostufe anschließen, ein CD-Player kann über analog oder digital weiterleben, ein Fernseher kommt über HDMI hinzu und bei Bedarf lässt sich das System später um zusätzliche Verstärkung erweitern.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eGerade das finden wir wichtig.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eAll-in-One sollte nicht bedeuten, dass alles in einem Gerät gefangen ist.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEs sollte bedeuten, dass man mit einem Gerät anfangen kann und nicht sofort mehr braucht.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWer möchte, kann sehr lange genau so hören.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWer irgendwann erweitern möchte, steht nicht vor einer Sackgasse.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eUnd dann müssen wir natürlich über das „Lite“ sprechen.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDenn der Name kann leicht den Eindruck erwecken, Naim hätte einfach einen günstigeren Uniti Star gebaut und ein paar Dinge entfernt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eSo einfach ist es nicht.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDer bisherige Uniti Star war innerhalb der Serie das Modell für Menschen, die neben Streaming weiterhin CDs direkt abspielen und sogar rippen wollten. Naim konnte das dafür verwendete optische Laufwerk schließlich nicht mehr in der gewünschten Qualität beschaffen und entschied sich dagegen, einfach irgendeinen Ersatz einzubauen. Stattdessen fiel das gesamte CD-Laufwerk samt Ripping-Funktion weg, und aus dem Star wurde der Star Lite. Naim nutzte die Änderung zugleich, um die interne Architektur zu vereinfachen; nach Angaben des Herstellers beziehungsweise seiner Vertreter bringt das auch einen kleinen klanglichen Zugewinn.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWir finden diese Entscheidung interessanter, als sie auf den ersten Blick klingt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eNatürlich ist es schade, dass der CD-Player wegfällt. Wir gehören ganz sicher nicht zu jener Fraktion, die jedes physische Medium möglichst schnell für tot erklärt, nur weil irgendeine App gerade komfortabler geworden ist.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eAber wenn man ohnehin fast ausschließlich streamt, ist ein Laufwerk, das man nie verwendet, auch kein besonders romantischer Mehrwert.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDer Star Lite ist deshalb sehr klar positioniert.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEr ist der Uniti für Menschen, deren Musik heute überwiegend aus dem Netzwerk kommt und die trotzdem nicht auf das verzichten möchten, was Naim eigentlich ausmacht: ein solides lineares Netzteil, eine richtige Class-AB-Endstufe, klassische analoge Eingänge, eine gute Lautstärkeregelung und eine Konstruktion, die sich musikalisch eher wie HiFi als wie Unterhaltungselektronik anfühlt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eUnd vielleicht ist er genau dadurch sogar etwas konsequenter geworden.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eWeniger Laufwerk.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eMehr Star.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eOptisch hat sich Naim dabei glücklicherweise nicht zu irgendeinem Designexperiment hinreißen lassen.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDas schwarze Aluminiumgehäuse, das große Display und der ikonische Lautstärkeregler wirken noch immer modern, obwohl die Grundform der Uniti-Generation inzwischen längst etabliert ist. Das ist normalerweise ein gutes Zeichen. Wirklich gutes Industriedesign muss nicht alle zwei Jahre neu erfunden werden.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eMit elf Kilogramm fühlt sich der Star Lite außerdem weiterhin wie ein ernsthaft gebautes HiFi-Gerät an und nicht wie ein leeres Streaminggehäuse mit WLAN-Antenne. Die geringere Masse gegenüber dem bisherigen Star ergibt sich unter anderem aus dem entfallenen CD-Mechanismus.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eDer eigentliche Luxus liegt aber weniger im Gewicht als darin, wie wenig man über das Gerät nachdenken muss.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eMan kommt nach Hause, startet Qobuz, eine Platte über die externe Phonostufe oder den Fernseher, und alles läuft über dieselbe Anlage. Kein Umstecken, kein zweites System, kein separater Streamer, der noch irgendwo zwischen Verstärker und Router untergebracht werden muss.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eUnd trotzdem hat man nicht das Gefühl, bei der Klangqualität auf die bequeme Lösung ausgewichen zu sein.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eGenau das ist für uns die Idee hinter einem guten All-in-One-Player.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEr soll nicht möglichst viel können.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan\u003eEr soll möglichst viel davon richtig können.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Naim","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54194281840987,"sku":null,"price":3999.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0843\/6934\/2811\/files\/Uniti_Star_LITE_Face.jpg?v=1790350011","url":"https:\/\/www.longtone.at\/products\/naim-uniti-star-lite","provider":"Longtone HiFi","version":"1.0","type":"link"}