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InnuOS ZEN Next-Gen
InnuOS ZEN Next-Gen
Der InnuOS ZEN Next-Gen ist ein Musikserver und Streamer für Menschen, die Streaming ernst nehmen, aber keine Lust auf „NAS plus fünf Apps plus Bastelabend“ haben. Er ist von Grund auf als HiFi-Komponente entwickelt, nicht als umgelabelter Computer. Das sieht man schon am neuen, massiven Gehäuse aus dickem, CNC-gefrästem Aluminium mit sauberer Resonanzkontrolle und eigenem Chassis-Ground-Port. Der ZEN wirkt eher wie eine elegante Endstufe als wie ein Netzwerkgerät, und das ist ausnahmsweise mal ein Kompliment.
Das Kernprinzip heißt Flexibilität ohne Klang- und Bedienungsopfer. Du kannst den ZEN Next-Gen als reinen Streamer nutzen, als reinen Server oder als Kombination aus beidem, je nachdem, was in deiner Kette Sinn ergibt. Speicher ist dabei keine Pflicht, sondern eine Option: von „nackt“ als Streamer bis hin zu bis zu 16 TB SSD, realisiert über InnuOS XSM, das mehrere SSD-Quellen zu einem gemeinsamen Speicherpool zusammenfasst. Intern ist Platz für eine NVMe SSD bis 8 TB, dazu kommt ein extern zugänglicher M.2 NVMe Slot für weitere 8 TB, zusammen eben 16 TB, ohne die typische RAID-Komplexität und ohne den Performance-Bremsklotz.
Damit das Ganze nicht nur „viel kann“, sondern auch musikalisch überzeugt, setzt InnuOS auf eine neue Plattform: die PreciseAudio Mainboard-Architektur, abgestimmt auf niedrige Latenz, weniger Power-Noise und sauberere Clock-Frequenzen, plus eine audiophile Stromversorgungsarchitektur und ein neu entwickeltes Chassis-Konzept. Für die Rechenarbeit kommt ein aktueller Intel Core i3 zum Einsatz (4 physische plus 4 virtuelle Kerne), dazu 16 GB low-noise DDR4 RAM, damit große Bibliotheken flott bleiben und das System nicht bei jedem Klick nach Luft ringt.
Ein sehr unterschätztes Detail ist die System-SSD: Das Betriebssystem läuft auf einer eigenen, industriellen 3D-TLC-SSD mit Power-Loss-Protection, direkt an die Plattform angebunden und separat versorgt. InnuOS macht das nicht, weil es hübsch klingt, sondern weil es Stabilität und Ruhe bringt, gerade wenn im Hintergrund Datenbanken, Caches und Audioprozesse laufen.
Bedient wird der ZEN über InnuOS Sense, in der Next-Gen Generation mit Sense 3 und zusätzlichen Funktionen wie Real-Time Kernel für geringere Systemlatenz, AudioCore (dedizierte physische Kerne ausschließlich für Audioprozesse) und der XSM-Verwaltung direkt in der Oberfläche. Dazu kommt ein sehr praktischer Punkt für viele Vinyl- und CD-Sammler/innen: CD-Ripping funktioniert über ein externes USB-Laufwerk, inklusive Drive-Head-Alignment für besonders sauberes Auslesen. Ja, das ist nerdig. Genau deshalb funktioniert es so gut.
Auf der Rückseite bleibt es erfreulich sinnvoll. Der ZEN Next-Gen hat zwei Netzwerkanschlüsse, mehrere USB-Ports für Import, Backup oder externe Laufwerke und einen dedizierten USB-Audioausgang zum Anschluss an einen DAC. Zusätzlich gibt es einen Einschub für optionale Digitalausgangsmodule, wodurch der ZEN sich sehr sauber an unterschiedliche DACs und Ketten anpassen lässt. InnuOS bietet hier Module wie PhoenixUSB, PhoenixI2S oder ein S/PDIF-Board an; im Testumfeld wird das S/PDIF-Board als Kombination aus AES/EBU, koaxialem S/PDIF und Toslink beschrieben, und die Phoenix-Lite-Boards bieten zusätzliches, regetaktetes USB bzw. I2S, abgeleitet aus der PhoenixUSB-Technologie.
Wer will, kann den ZEN auch ins Roon-Umfeld einbinden, etwa als Roon-Server/Player, oder in anderen Setups wie HQPlayer verwenden. Gleichzeitig bleibt Sense die „aus einem Guss“-Variante: lokale Bibliothek plus Streamingdienste wie Qobuz, TIDAL und Deezer, dazu Internet Radio, alles in einer Oberfläche, die schnell reagiert und nicht nach jeder Session um Aufmerksamkeit bettelt.
Und weil man im echten Leben gern Dinge länger behält als einen Smartphone-Vertrag: Der ZEN Next-Gen ist modular aufgebaut und laut InnuOS grundsätzlich in Richtung ZENith Next-Gen upgradefähig. Das macht ihn langfristig deutlich sinnvoller als Geräte, die bei der nächsten Generation sofort zum Elektroschrottkandidaten werden.
Abmessungen und Anmutung sind entsprechend „echte Komponente“: rund 420 × 365 × 105 mm und etwa 12,7 kg, erhältlich in Schwarz oder Silber.
Der InnuOS ZEN Next-Gen ist einer dieser Musikserver, die man nicht kauft, um Features abzuhaken, sondern um endlich Ruhe in die digitale Kette zu bringen. Modularer Speicher bis 16 TB, dedizierte System-SSD mit Power-Loss-Protection, AudioCore und Real-Time Kernel, dazu die Option, Ausgänge exakt an den eigenen DAC anzupassen: Das ist nicht Spielerei, das ist ein konsequentes Konzept. Wenn Streaming und lokale Bibliothek bei dir auf Augenhöhe mit „echten“ Quellen spielen sollen, ist der ZEN Next-Gen ein erwachsener Mittelpunkt, der sich nicht wie IT anfühlt, sondern wie HiFi.
Der Preis ist jeweils OHNE eingebauter SSD angegeben. Verschiedene Speichergrößen möglich.

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