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Pro-Ject Pick it MC1

Pro-Ject Pick it MC1

Normaler Preis €299,00 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €299,00 EUR
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Der Pro-Ject Pick it MC1 ist ein Tonabnehmer für alle, die beim Vinylhören den nächsten echten Schritt machen möchten. Nicht im Sinn von komplizierter, sondern im Sinn von feiner, freier und erwachsener. Er ist Pro-Jects Einstieg in die Welt der Moving-Coil-Tonabnehmer und richtet sich damit an Hörer/innen, die aus ihrem Plattenspieler noch mehr Klarheit, mehr Raum und mehr Natürlichkeit herausholen möchten. Pro-Ject beschreibt das Pick it MC1 selbst als Einstieg in die MC-Welt und als besonders preislich attraktiven Zugang zu den typischen Stärken eines MC-Systems.

Für Anfänger/innen ist zuerst wichtig zu verstehen, was ein MC-System überhaupt bedeutet. MC steht für Moving Coil. Im Vergleich zu einem klassischen MM-System ist die bewegte Einheit im Inneren leichter aufgebaut, was laut Pro-Ject zu besserem Einschwingverhalten, feinerer Auflösung und einer detaillierteren Wiedergabe kleiner musikalischer Informationen führen kann. Gleichzeitig sind MC-Systeme meist unempfindlicher gegenüber äußeren Einstreuungen, was ebenfalls ein Teil ihres Reizes ist. Genau deshalb empfinden viele Hörer/innen ein gutes MC-System als offener, präziser und räumlich glaubwürdiger.

Das Pick it MC1 will dabei nicht elitär wirken, sondern musikalisch und zugänglich. Pro-Ject nennt es ausdrücklich einen Tonabnehmer für Musikliebhaber/innen, die den Schritt von MM zu MC gehen möchten, und hebt dabei mehr Klarheit, bessere Stereoabbildung und höhere Transparenz hervor. Das passt sehr gut zu seinem Charakter: Er ist kein System für bloße Effekthascherei, sondern für jene Art von Hören, bei der Stimmen plastischer im Raum stehen, Instrumente feiner voneinander getrennt wirken und Musik insgesamt etwas selbstverständlicher fließt.

Technisch bleibt das Pick it MC1 erfreulich vernünftig. Es arbeitet mit einem sphärischen Diamanten auf Aluminium-Nadelträger, nutzt einen Neodym-N40H-Magneten, eine quadratische Generatorspule und 6N-OFC-Kupferwicklungen. Das Gehäuse besteht aus resonanzoptimiertem ABS und hält das Gesamtgewicht bei rund 5 Gramm. Pro-Ject ordnet es mit seiner mittleren Compliance so ein, dass es sehr gut zu vielen Einsteiger- und Mittelklasse-Plattenspielern passt. Genau das macht es für viele Setups so spannend: Es ist ein echtes MC-System, aber keines, das nur in exotischen Kombinationen funktioniert.

Im Alltag ist das besonders schön, weil das Pick it MC1 nicht nach Spezialfall aussieht. Es besitzt den klassischen 1/2-Zoll-Montagestandard und dazu Gewindebohrungen, sodass die Montage einfacher gelingt und man nicht mit losen Muttern hantieren muss. Gerade wenn man noch nicht viel Erfahrung mit Tonabnehmern hat, ist das ein echter Vorteil. Auch die empfohlenen Werte sind klar und praxisnah: Pro-Ject nennt eine empfohlene Auflagekraft von 1,9 Gramm bei einem Bereich von 1,7 bis 2,1 Gramm.

Wichtig ist allerdings ein Punkt, den man gerade als Einsteiger/in wissen sollte: Ein MC-System liefert deutlich weniger Ausgangsspannung als ein MM-System. Das Pick it MC1 liegt bei 0,4 mV bei 1 kHz. Deshalb braucht es eine passende Phonostufe oder einen Verstärker mit MC-tauglichem Phono-Eingang. Pro-Ject empfiehlt eine Last von 100 bis 470 Ohm. Das klingt zunächst technischer, als es in Wirklichkeit ist. Wenn die passende Phonostufe vorhanden ist, belohnt das Pick it MC1 mit genau jener Ruhe, Feinzeichnung und Offenheit, für die man sich überhaupt für MC interessiert.

Auch bei den Kernwerten zeigt sich, dass hier nicht einfach ein „Marketing-MC“ entstanden ist. Pro-Ject gibt einen Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz bei ±1 dB an, eine Kanaltrennung von mehr als 27 dB und eine Abtastfähigkeit von 70 µm bei 315 Hz. Das sind alles Werte, die auf ein sauber entwickeltes, musikalisch ernst gemeintes System hindeuten. Es soll nicht nur irgendwie „anders“ klingen als MM, sondern auf eine stimmige, kontrollierte und langzeittaugliche Weise besser auflösen.

Für uns ist das Pick it MC1 deshalb besonders interessant, weil es genau jene Schwelle sehr schön überbrückt, an der Vinyl noch unkompliziert bleiben soll, aber schon deutlich mehr von dem zeigt, was analog wirklich kann. Es ist kein System für Menschen, die bloß ein Datenblatt abhaken wollen. Es ist ein System für Hörer/innen, die merken möchten, wie Musik an Luft, Tiefe und Feinheit gewinnt, wenn der Tonabnehmer mehr kann als nur „sauber mitlaufen“.

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