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Soulnote D-2 Ver.2

Soulnote D-2 Ver.2

Normaler Preis €8.490,00 EUR
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Wenn ein DAC richtig gebaut ist, kann er Musik mit einer elektrischen Spannung, einer räumlichen Tiefe und einer fast analogen Selbstverständlichkeit freilegen, die man von vielen Digitalquellen kaum erwartet. Genau hier beginnt der Reiz des D-2 Ver. 2. Er ist präzise, aber nicht steril. Schnell, aber nicht nervös. Hochauflösend, aber nicht sezierend. Ein Soulnote eben: weniger höfliches HiFi-Möbel, mehr lebendiger Organismus.

Der D-2 Ver. 2 gehört zur Serie 2 von Soulnote und steht damit bereits sehr deutlich auf der ernsthaften Seite des digitalen Hörens. Er übernimmt technische Ideen aus den großen Soulnote-Entwicklungen und setzt sie in einer kompromisslosen, vollsymmetrischen Twin-Mono-Konstruktion um. Beide Kanäle werden so weit wie möglich getrennt behandelt, inklusive eigener Signal- und Versorgungspfade. Das klingt technisch, ist klanglich aber enorm wichtig: Wenn links und rechts nicht ständig gegenseitig ineinander hineinrauschen, wirkt die Bühne stabiler, tiefer und glaubwürdiger. Stimmen kleben nicht an den Lautsprechern, sondern bekommen Körper. Instrumente stehen nicht bloß nebeneinander, sondern bekommen Luft um sich. Genau diese räumliche Freiheit ist einer der Gründe, warum gute Digitalwandler plötzlich nicht mehr nach „Digital“ klingen, sondern nach Musik.

Im Zentrum der Analogsektion arbeitet Soulnotes „New Type-R Circuit“, ursprünglich aus der großen E-3 Phonostufe entwickelt und für den DAC-Betrieb verfeinert. Das ist ein sehr schöner Hinweis darauf, wie Soulnote denkt: Eine digitale Quelle ist am Ende immer auch ein analoges Gerät. Der Moment, in dem aus Daten ein Spannungssignal wird, ist entscheidend. Und genau dort setzt Soulnote nicht auf eine bequeme Standardlösung, sondern auf eine massive, diskrete Non-NFB-Schaltung, also eine Schaltung ohne globale Gegenkopplung. Sie soll Musik nicht nachträglich glattziehen, sondern von vornherein schnell, offen und unmittelbar weitergeben. Das ist die Soulnote-DNA: keine sterile Perfektion durch Korrektur, sondern Lebendigkeit durch Direktheit.

Klanglich ist der D-2 Ver. 2 deshalb ein Wandler mit außergewöhnlicher Präsenz. Er macht nicht einfach „mehr Details“. Das wäre zu billig und auch zu langweilig. Er gibt Details einen Zusammenhang. Ein Becken steht nicht nur heller im Raum, sondern es schimmert, atmet, klingt aus. Eine Stimme wird nicht nur deutlicher, sondern bekommt Brust, Mund, Luft und diesen kleinen menschlichen Rand, der eine Aufnahme berührend macht. Ein Basslauf wird nicht einfach tiefer, sondern elastischer, straffer, rhythmischer. Der D-2 Ver. 2 spielt nicht digital beleuchtet, sondern digital befreit.

Besonders spannend ist Soulnotes Umgang mit dem Thema Zeit. Der D-2 Ver. 2 bietet neben dem klassischen FIR-Oversampling auch einen NOS-Modus, also Non-Oversampling. Soulnote versteht diesen Modus als digitale Entsprechung der eigenen Non-NFB-Philosophie. Bei klassischem Oversampling entstehen im Impulsverhalten rechnerisch bedingte Vor- und Nachschwinger, sogenannte Pre- und Post-Echos. Im NOS-Modus werden diese laut Soulnote vermieden. Das klingt zunächst nach Entwickler-Latein, hat aber eine sehr musikalische Konsequenz: Impulse wirken natürlicher, Anschläge klarer, rhythmische Zusammenhänge lebendiger. Musik bekommt weniger „digitalen Nebel“ um die Kanten und mehr zeitliche Eindeutigkeit.

Gerade bei Klavier, Schlagzeug, gezupften Saiten und Stimmen ist das faszinierend. Ein guter DAC entscheidet nicht nur darüber, wie viele Informationen man hört, sondern wann man sie hört. Timing ist nicht nur Tempo. Timing ist die innere Ordnung der Musik. Der D-2 Ver. 2 hat dieses seltene Talent, nicht alles glatt und perfekt zu polieren, sondern Ereignisse klar entstehen und wieder verschwinden zu lassen. Dadurch wirkt Musik weniger reproduziert und mehr gegenwärtig.

Für die Wandlung selbst setzt Soulnote pro Kanal gleich zwei ES9038PRO-DAC-Chips ein. Diese arbeiten mit hohem Ausgangsstrom und erlauben eine Widerstands-I/V-Wandlung mit nur einem niederohmigen Bauteil. Auch das ist typisch Soulnote: weniger komplizierte Korrekturschaltungen, mehr direkte Signalführung. Ziel ist ein vollständig rückkopplungsfreier D/A-Wandler ohne die typischen Probleme klassischer Feedback-I/V-Stufen. Das Ergebnis ist nicht nur hohe Auflösung, sondern vor allem eine sehr spezielle Art von Klarheit: nicht hart, nicht trocken, sondern frei und durchlässig.

Ein weiterer Schlüssel ist die Clock-Sektion. Der D-2 Ver. 2 nutzt den Texas Instruments LMX2594 als DDS und Soulnote nennt hier extrem niedrige Jitterwerte. Zusätzlich arbeitet intern ein hochwertiger TCXO, und für externe Clock-Lösungen gibt es einen 10-MHz-Eingang über SMA. Besonders schön: Beim Umschalten zwischen interner und externer Clock setzt Soulnote auf ein mechanisches Hochfrequenz-Relais, um zusätzliche Jitter-Einflüsse durch IC-Schalter zu vermeiden. Wird eine externe Clock verwendet, wird die interne Clock sogar abgeschaltet, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Das ist keine Spielerei, sondern ein Zeichen dafür, wie ernst Soulnote die Zeitbasis nimmt. Denn bei Digitalaudio ist Zeit nicht Nebensache. Zeit ist Klang.

Mit dem Soulnote X-3 Clock Generator lässt sich der D-2 Ver. 2 noch weiter treiben. Soulnote beschreibt hier eine deutliche Klangverbesserung über den gesamten Frequenzbereich. In der Praxis darf man sich das nicht wie „mehr Höhen“ oder „mehr Bass“ vorstellen, sondern eher wie ein Nachschärfen des musikalischen Gefüges. Mehr Fokus. Mehr tonale Dichte. Mehr innere Ruhe. Mehr Selbstverständlichkeit. Der D-2 Ver. 2 ist also nicht nur ein sehr guter DAC für sich allein, sondern auch eine Plattform, die mit einer noch anspruchsvolleren Digitalquelle oder Clock-Lösung weiter wachsen kann.

Das Netzteil ist ebenfalls alles andere als beiläufig. Soulnote verwendet im D-2 Ver. 2 einen 400-VA-bifilar gewickelten Hochregulations-Ringkerntransformator mit acht Sekundärwicklungen. Die einzelnen Stufen werden über unabhängige Gleichrichterschaltungen versorgt, damit sie sich möglichst wenig gegenseitig beeinflussen. Gleichzeitig werden Transformatorvibrationen über einen Spike-Fuß direkt unter dem Trafo mechanisch aus dem Gehäuse abgeleitet. Das ist sehr Soulnote: Stromversorgung, Mechanik und Klang werden nicht getrennt gedacht, sondern als ein lebendiges System.

Auch beim Thema Störunterdrückung geht Soulnote nicht den bequemen Weg. Statt klanglich potenziell bremsender Filter setzt der D-2 Ver. 2 auf sorgfältiges Platinenlayout, 70-Mikrometer-Kupferfolien und strukturelle Maßnahmen gegen unerwünschte Einstreuungen. Das Ziel ist nicht, das Signal mit Filtern zu zähmen, sondern Störungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Klanglich passt das perfekt zur ganzen Persönlichkeit des Geräts: Der D-2 Ver. 2 klingt nicht zugedämpft, nicht beruhigt, nicht überkontrolliert. Er klingt wach, offen und erstaunlich ungebremst.

Anschlussseitig ist er genau so ausgestattet, wie man es in einer ernsthaften digitalen Kette erwartet. USB-B nimmt PCM bis 768 kHz und DSD bis 22,6 MHz entgegen, koaxiale und AES/EBU-Eingänge verarbeiten PCM bis 192 kHz und DSD64 via DoP. Es gibt zwei koaxiale S/PDIF-Eingänge, zwei AES/EBU-Eingänge und den bereits erwähnten 10-MHz-Clock-Eingang. Ausgangsseitig stehen symmetrische XLR- und unsymmetrische Cinch-Ausgänge zur Verfügung. Die Ausgangsspannung ist mit 6,2 V symmetrisch und 3,1 V unsymmetrisch bewusst kräftig ausgelegt, was dem D-2 Ver. 2 eine sehr selbstbewusste Präsenz in hochwertigen Anlagen gibt.

Optisch ist der D-2 Ver. 2 ganz Soulnote. Premium Silver oder Premium Black, klare Linien, kein Schmuck, kein Digital-Zirkus, keine modische Bedienoberflächen-Spielerei. Er wirkt nicht wie ein Lifestyle-Objekt, sondern wie ein ernstes Werkzeug für Menschen, die Musik nicht nebenbei konsumieren wollen. Diese Art Schönheit ist nicht dekorativ, sondern charakterlich. Der D-2 Ver. 2 sieht aus, als hätte er keine Zeit für Eitelkeit. Und genau das macht ihn so verführerisch.

Seine Seele liegt in dieser Mischung aus japanischer Strenge und musikalischer Unruhe. Er ist nicht glatt. Nicht gefällig. Nicht weichgespült. Er hat dieses innere Leuchten, das gute Digitalgeräte selten haben: eine Kombination aus Präzision und Drang, aus Kontrolle und Freiheit. Man hört nicht nur, dass mehr Informationen da sind. Man hört, dass sie anders zusammenhängen. Lebendiger. Körperlicher. Näher an der Aufnahme.

Der Soulnote D-2 Ver. 2 ist damit ein DAC für Hörer/innen, die Digital nicht als Kompromiss gegenüber Analog sehen möchten. Er spielt nicht „analog“ im Sinne von warm und verwaschen. Er spielt analog im besten Sinn: kontinuierlich, atmend, zeitlich glaubwürdig und emotional direkt. Wer Musik aus Streaming, Server oder hochwertigem Transport auf ein wirklich ernsthaftes Niveau heben möchte, bekommt hier keinen nüchternen Wandler, sondern ein digitales Herzstück mit Haltung.

Dieses Produkt ist exklusiv nur nach einem Beratungsgespräch bei uns in unserer HiFi-Geschäft erhältlich. Ein Versand ist leider nicht möglich.

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