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Arcam ST25

Arcam ST25

Normaler Preis €1.799,00 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €1.799,00 EUR
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Der Arcam ST25 ist das Streaming-Glied in der Kette, das aufräumt mit der Idee vom „Plastik-Streamer mit App-Zirkus“. Er wurde in Cambridge als eigenständige Digitalquelle entwickelt und versteht sich weniger als Zubehör, sondern als vollwertiger Spielpartner für ernsthafte Verstärker. Die Front trägt das neue Radia-Design mit breitem 6,5-Zoll-Hochauflösungsdisplay, das Cover und Metadaten so klar zeigt, dass man es auch aus der Sofa-Zone noch lesen kann. Innen arbeitet keine zugekaufte IT-Platine, sondern eine komplett neu aufgebaute sechslagige Digital- und Streaming-Plattform mit durchgehender Massefläche, die hochfrequentes Rauschen und Störungen von den sensiblen Audiokomponenten fernhält.

Im Zentrum des ST25 sitzt der aktuelle ESS Hyperstream IV DAC, konkret ein ES9027Pro in achtkanaliger, symmetrischer Summenschaltung. Alle acht Wandlerkanäle werden parallel betrieben und das Nutzsignal anschließend zusammengeführt; dadurch steigt der nutzbare Dynamikumfang deutlich, während der Rauschboden niedrig bleibt, weil sich Zufallsrauschen eben nicht so brav addiert wie Musik. Ergänzt wird das durch eine aufwendige Jitter-Elimination, die den Takt sauber hält und aus den eingehenden Datenströmen eine sehr stabile Grundlage für den analogen Teil macht. Zusammen mit der linearen Toroid-Stromversorgung, die die Digitalsektion gezielt mit sauberer Energie versorgt, ergibt das einen Streamer, der nicht wie ein Computer-Netzteil klingt, sondern wie ein ernstzunehmendes Quellgerät.

Auf der Streaming-Seite ist der ST25 erstaunlich erwachsen. Er spielt PCM bis 32 Bit / 384 kHz und DSD bis DSD256, liest Dateien vom heimischen NAS per UPnP/DLNA, von USB-Medien am rückseitigen Port und bindet sich wahlweise über Ethernet oder WLAN ins Netzwerk ein. Für die Praxis wichtiger: Er beherrscht Apple AirPlay 2 und Google Cast, dazu Spotify Connect, Tidal Connect und – je nach Region – auch Qobuz Connect, sodass die jeweilige Original-App des Dienstes zur Fernbedienung wird. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, bindet ihn als Roon Ready Endpoint ein und integriert ihn direkt ins eigene Roon-Ökosystem. Internet-Radio, Podcasts, USB-Laufwerke und Netzwerkspeicher verwaltet man bequem über die Arcam-Radia-App, die zugleich die Ersteinrichtung abwickelt.

An der Rückseite zeigt sich, dass Arcam hier bewusst „HiFi“ und nicht „PC“ baut. Der ST25 bietet einen analogen Stereo-Ausgang über Cinch, der von der vollsymmetrisch aufgebauten DAC-Sektion gespeist wird, dazu koaxiale und optische Digitalausgänge, falls er nur als reiner Netzwerktransport in Richtung externer DAC dienen soll. Der Netzwerkanschluss ist als vollwertiger RJ45-Port ausgeführt, WLAN und Bluetooth stehen zusätzlich bereit. Über die Control-Buchse lässt sich der ST25 direkt mit einem Radia-Verstärker – idealerweise A25 / A25+ – koppeln, sodass Streamer und Amp wie ein einziges Gerät agieren: gemeinsames Ein-/Ausschalten, Lautstärkeregelung, Eingangswahl. Diese Trennung von Verstärker und Streamer mit jeweils eigener Stromversorgung ist klanglich sehr sinnvoll, ohne im Alltag komplizierter zu werden.

In der Bedienung bleibt der ST25 angenehm klar. Das große bonded Display zeigt Coverbilder, Laufzeit und Formatinformationen gestochen scharf, die beiliegende Fernbedienung erlaubt direkten Zugriff auf Filter, Helligkeit und Grundfunktionen, während die App sich um Netzwerkthemen und Komfortfunktionen kümmert. Auto-Standby nach 20 Minuten ohne Signal erfüllt die üblichen Verbrauchsvorgaben, lässt sich bei Bedarf aber im Menü deaktivieren. Im Rack nimmt der Streamer mit etwa 431 × 344 × 98 mm und rund 5 kg noch überschaubaren Platz ein, wirkt aber durch die Glasfront und das Design deutlich „vollwertiger“ als die üblichen Mini-Kästchen.

Der Hyperstream-DAC und die ausgefeilte Plattform liefern einen sehr ruhigen, kontrollierten Hintergrund, aus dem eine breite, stabile Bühne wächst. Bässe kommen straff und tief, ohne synthetisch nachgeschoben zu wirken, Stimmen stehen sauber im Raum, und der Hochton bleibt fein und luftig, ohne in analytische Härte zu kippen. High-Res-Dateien und gute Streams profitieren von den Reserven, aber auch normales 16/44,1-Material gewinnt deutlich an Struktur und Ruhe gegenüber typischen All-in-one-Lösungen oder Computer-USB-Ausgängen. Gerade in Kombination mit einem Arcam A25+, aber auch mit Verstärkern von Naim, Rega oder NAD, ergibt sich ein Setup, das Streaming auf ein erwachsenes Niveau hebt, ohne die Wohnung in ein Labor zu verwandeln. 

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