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Luxman D-07X

Luxman D-07X

Normaler Preis €11.990,00 EUR
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Der Luxman D-07X passt zu Menschen, die ihre Lieblingsalben so gut kennen, dass sie sich beim ersten Gitarrenakkord schon auf das freuen, was zwei Minuten später passiert. Für diese Art des Hörens ist eine sorgfältig entwickelte Quelle eine ausgesprochen schöne Investition, und der große Japaner gibt ihr eine Form, die man auch lange nach dem Auspacken noch gerne betrachtet. Seine helle Aluminiumfront, die klar angeordneten Tasten und das dunkle Anzeigefenster besitzen eine Ruhe, die in einem Wohnzimmer erstaunlich gut funktioniert.

Man sieht dem D-07X an, dass er bleiben möchte. Das Gehäuse wirkt großzügig, die Gestaltung hat klare Proportionen, und mit 17 Kilogramm bringt der Player eine Substanz mit, die beim Aufstellen durchaus Aufmerksamkeit verlangt. Der eigentliche Reiz erschließt sich allerdings erst unter dem Deckel, denn Luxman widmet der mechanischen Ausführung und der analogen Signalaufbereitung mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit wie der digitalen Formatverarbeitung. Der D-07X spielt Audio-CDs und Stereo-SACDs und lässt sich zusätzlich als eigenständiger D/A-Wandler für externe Quellen verwenden. Damit kann er eine Anlage zusammenführen, in der eine gewachsene Disc-Sammlung ebenso wichtig ist wie Streaming oder Musikdateien. Wer am Wochenende eine besondere SACD auswählt und unter der Woche neue Veröffentlichungen über einen separaten Netzwerkspieler hört, kann für beide Wege dieselbe hochwertige Wandler- und Ausgangssektion nutzen. Bei seiner Entwicklung hat Luxman wesentliche technische Ansätze aus dem D-10X übernommen. Dazu gehören die ROHM-Wandler in Dual-Mono-Konfiguration und die weiterentwickelte Laufwerkskonstruktion LxDTM-i. Diese Verwandtschaft ist interessant, weil sie konkrete Teile der Konstruktion betrifft. Im D-07X steckt viel von jener Entwicklungsarbeit, mit der Luxman seine anspruchsvollen Digitalquellen geprägt hat, ergänzt um eine eigens ausgelegte analoge Ausgangsschaltung.

Schon das Laufwerk lohnt einen genaueren Blick. Hinter LxDTM-i steckt der „Luxman original Disc Transport Mechanism – improved“, eine mechanische Einheit, bei der Seitenrahmen und Deckplatte eine steife Box um den Antrieb bilden. Die Laufwerksmechanik ist direkt an der stabilen seitlichen Chassisstruktur montiert. Dadurch entsteht eine fest verbundene Konstruktion, die äußere Vibrationen begrenzen und dem Auslesen der Disc möglichst konstante Arbeitsbedingungen geben soll. Luxman setzt das Laufwerk bewusst auf die linke Gehäuseseite. Diese asymmetrische Anordnung schafft Platz für die analoge Elektronik und erlaubt eine gezielte Führung der Signalwege. Das ist eine jener Entscheidungen, an denen sich der Entwicklungsaufwand besonders gut nachvollziehen lässt: Die Position einer Baugruppe wird bereits mit Blick auf die nächste gewählt, statt erst nachträglich die elektrischen Verbindungen zwischen beliebig verteilten Platinen zu ziehen. Auch die Disc-Schublade selbst gehört zu diesem Konzept. Sie besteht aus Aluminiumdruckguss, dessen Steifigkeit der präzisen Führung und einem ruhigen Bewegungsablauf zugutekommt. Bei einem Gerät, mit dem man regelmäßig physisch umgeht, hat das einen eigenen Charme. Die Hülle öffnen, das Booklet herausnehmen und die Disc einlegen bekommt durch eine solche Mechanik jene Sorgfalt zurück, mit der man das Album irgendwann einmal ausgesucht hat.

Die Digitalverarbeitung baut auf zwei ROHM BD34301EKV aus der MUS-IC-Familie auf. Jeder Chip arbeitet im Mono-Modus für einen der beiden Stereokanäle. Es handelt sich um dieselbe Wandlerbasis, die Luxman bereits im D-10X eingesetzt hat, und damit um eine Plattform, mit deren analoger Einbindung die Entwickler viel Erfahrung gesammelt haben. Gerade dieser letzte Punkt macht die Wahl für uns spannend, weil ein hochwertiger DAC-Chip immer auch eine entsprechend sorgfältige Schaltung um sich herum braucht. Eine technische Besonderheit des BD34301EKV ist sein Stromausgang. Am Ende der eigentlichen Wandlung steht zunächst ein Stromsignal, das durch eine I/V-Schaltung in eine Spannung überführt werden muss. Diese Strom-Spannungs-Wandlung gibt dem Geräteentwickler erheblichen Einfluss auf die analoge Weiterverarbeitung. Sie ist ein wesentlicher Teil der Aufgabe, aus einem leistungsfähigen Halbleiter eine vollständige hochwertige Musikquelle zu machen. Luxman greift die differentiellen Ausgänge der beiden DACs mit einer dafür entwickelten I/V-Schaltung auf und führt das Signal anschließend über vier gleich aufgebaute, aufeinander abgestimmte Verstärkermodule. Die Pufferstufe ist vollständig symmetrisch und mit diskreten Bauteilen aufgebaut. Sie verarbeitet also die beiden Signalhälften jedes Kanals und stellt am Ausgang ein niederohmiges Signal für den angeschlossenen Vollverstärker oder Vorverstärker bereit.

Besonders reizvoll ist dabei die Einbindung der analogen Filterung. Bei der D/A-Wandlung müssen unerwünschte Signalanteile oberhalb des nutzbaren Audiobereichs gefiltert werden. Im D-07X findet diese Tiefpassfunktion direkt innerhalb der Pufferstufe statt; eine zusätzliche eigenständige Tiefpassstufe entfällt dadurch. Luxman verbindet hier zwei Aufgaben in einer sorgfältig abgestimmten Schaltung und hält den analogen Signalweg entsprechend übersichtlich.

Die Stromversorgung gehört unmittelbar dazu. Gegenüber dem Vorgängermodell D-06u hat Luxman den Netztransformator um 50 Prozent leistungsfähiger dimensioniert. Große Siebkondensatoren und eigene Reglerblöcke für die einzelnen Schaltungsbereiche bilden eine stabile Versorgung. Diese Aufteilung soll unerwünschte Wechselwirkungen begrenzen, wenn Laufwerk, Digitalelektronik und Analogschaltung gleichzeitig arbeiten. Dass der Hersteller hier mit vergleichbarem Ernst vorgeht wie bei einer Verstärkerentwicklung, passt sehr gut zum gesamten Aufbau des Players. Auch die Abschirmung wird als Teil des Systems behandelt. Die Gehäusestruktur soll empfindliche Signalwege vor Einstreuungen und digitalem Störrauschen schützen, während Maßnahmen zur Dämpfung die mechanischen Einflüsse innerhalb des Geräts begrenzen. Getragen wird der D-07X von Gusseisenfüßen mit einer gezielten Dichteverteilung, die Luxman zur Kontrolle übertragener Vibrationen und eigener Resonanzen einsetzt. Das ergibt zusammen mit dem gekapselten Laufwerk ein durchdachtes mechanisches Umfeld. Auf der digitalen Seite arbeiten zwei besonders phasenrauscharme Taktmodule. Ihre Aufgabe ist es, eine möglichst präzise Zeitreferenz bereitzustellen und Jitter bei der Signalverarbeitung und Wandlung zu begrenzen. Phasenrauschen bezeichnet dabei kleine Schwankungen der Taktreferenz; die Qualität einer solchen Clock erschöpft sich deshalb keineswegs darin, ob ihre nominelle Frequenz stimmt. Luxman beschäftigt sich ausdrücklich auch mit dem Rauschen in unmittelbarer Nähe dieser Frequenz. Für die Wiedergabe von SACDs und DSD-Dateien bietet der D-07X außerdem zwei Einstellungen seines analogen FIR-Filters. Gerade bei DSD gehört die Behandlung hochfrequenter Anteile zum Wandlungskonzept. Die beiden Modi erlauben eine gezielte Abstimmung, die sich mit vertrauten Aufnahmen im eigenen System vergleichen lässt. Anschließend bleibt die bevorzugte Einstellung einfach gewählt, während man sich wieder der Musik widmet.

Wie viel Sorgfalt in der vollständigen Konstruktion steckt, lässt sich auch an den angegebenen Messwerten ablesen. Luxman nennt einen A-bewerteten Rauschabstand von 122 Dezibel bei CD-Wiedergabe und 125 Dezibel bei SACD. Der Gesamtklirrfaktor wird für SACD mit 0,0007 Prozent angegeben. Diese Werte gehören zum fertigen Player einschließlich seiner analogen Elektronik und beschreiben einen Anspruch an Präzision, der zu diesem Aufwand passt. Musikalisch zielt Luxman auf eine Wiedergabe, die feine Abstufungen, Klangfarben und die Atmosphäre einer Aufnahme zugänglich macht. Das ist gerade bei Stimmen eine schöne Vorstellung, denn ihre Wirkung entsteht oft in den kleinen Veränderungen innerhalb einer Phrase. Ein Wort wird etwas zurückgenommen, ein Ton länger gehalten, ein Atemzug gehört zur Spannung des nächsten Einsatzes. Solche Vorgänge möchten wir über eine hochwertige Anlage verfolgen können, während die Stimme ihren Platz innerhalb der Musik behält. Dasselbe gilt für ein Klavier, dessen Klang vom Anschlag bis zum Ausklingen ständig in Bewegung bleibt, oder für einen Bass, der mit dem Schlagzeug auf eine ganz bestimmte Weise zusammenspielt. Eine gute Quelle muss mit diesen Zusammenhängen ebenso sorgfältig umgehen wie mit den einzelnen Details. Mit dieser Erwartung würden wir den D-07X vorführen, und dabei dürfte zwischen Jazz, elektronischer Musik und einem guten Rockalbum gerne sehr frei gewechselt werden.

Seine vielseitige Verwendung als D/A-Wandler macht ihn auch für jene Abende interessant, an denen die Disc im Regal bleibt. Über USB-B verarbeitet der D-07X PCM bis 768 Kilohertz bei 32 Bit und DSD bis DSD512. Ein Computer oder ein geeigneter Netzwerktransport liefert die digitalen Audiodaten, während der Luxman Wandlung und analoge Ausgabe übernimmt. Eine umfangreiche Dateisammlung kann damit dieselbe sorgfältig entwickelte Elektronik nutzen wie die CDs und SACDs. Ein separater Netzwerkspieler wie der Luxman NT-07 ist dafür ein schlüssiger Partner. Er übernimmt den Zugang zur Musik im Netzwerk und zu Streamingdiensten, während der D-07X das zugespielte Signal über seine Wandler- und Analogsektion an den Verstärker weitergibt. Das ist für eine langfristig aufgebaute Anlage attraktiv, weil sich die Streamingquelle unabhängig vom Disc-Player auswählen oder später austauschen lässt. Auch ein passender vorhandener Streamer mit Digitalausgang kann selbstverständlich eingebunden werden.

Bei der USB-Verbindung gibt es außerdem eine Spezialität namens Bulk Pet. Mit entsprechender Treibersoftware lässt sich neben dem üblichen isochronen Audiotransfer diese alternative Übertragungsart verwenden. Vier Modi verändern die Kombination aus Verarbeitungslast und Datenübertragungsmuster zwischen dem Computer und dem empfangenden Gerät. Der Ansatz richtet sich auf die Arbeitsbedingungen der beteiligten Elektronik und soll die Lastverteilung gleichmäßiger gestalten.

Die übertragenen Audiodaten bleiben dabei unverändert. Für jemanden, der einen Computer bewusst als hochwertige Musikquelle einsetzt, ist Bulk Pet deshalb eine interessante Möglichkeit, unterschiedliche Betriebsarten im eigenen System zu vergleichen. Die Wahl der Übertragung ergänzt die übrige Konfiguration; die eigentliche Musik lässt sich weiterhin mit geeigneter Wiedergabesoftware abspielen. Luxman bietet dafür auch den kostenlos erhältlichen LUXMAN Audio Player für Windows und Mac an.

Zusätzlich besitzt der D-07X einen koaxialen und einen optischen Digitaleingang, die PCM bis 192 Kilohertz bei 24 Bit verarbeiten. Damit lässt sich die Wandlerelektronik für weitere passende Quellen nutzen. Wer MQA-CDs oder entsprechende Musikdateien besitzt, kann außerdem die vollständige MQA-Dekodierung des Players verwenden; sie steht sowohl für die Disc-Wiedergabe als auch über USB, den koaxialen und den optischen Eingang zur Verfügung. Analog lässt sich der Luxman über vergoldete Cinch-Buchsen oder abgeschirmte XLR-Anschlüsse von Neutrik mit dem Verstärker verbinden. Die Cinch-Ausgänge sitzen mit 32 Millimetern Abstand großzügig auseinander, sodass auch größere Stecker Platz finden. Das ist ein angenehm praktisches Detail, wenn man eine solche Anlage tatsächlich verkabelt, und zeigt, dass die Sorgfalt auch bis zu den Anschlüssen reicht. Über die Phase-Invert-Funktion kann die absolute Polarität beider Analogausgänge umgeschaltet werden. Bei der XLR-Verbindung wechselt dabei zugleich die Zuordnung von Pin 2 und Pin 3 als heißem beziehungsweise kaltem Signalanschluss. Solche Einstellmöglichkeiten sind für die gezielte Systemabstimmung sinnvoll und lassen sich bei der Einrichtung berücksichtigen. Ein koaxialer und ein optischer Digitalausgang stehen ebenfalls bereit, etwa für die CD-Wiedergabe über einen externen Wandler. Die SACD-Schicht und DSD-Dateien werden über diese Ausgänge nicht ausgegeben. Im Alltag zeigt sich der D-07X erfreulich vertraut. Sein FL-Display bietet eine vierfache Zoom-Darstellung, mit der sich Titelnummer und Spielzeit auch aus der Hörposition besser erfassen lassen. Vier Helligkeitsstufen bis hin zur abgeschalteten Anzeige erlauben eine Anpassung an den Raum. Gerade am Abend ist das angenehm, wenn die Beleuchtung zurückgenommen wird und die Anlage optisch etwas ruhiger werden darf. Die mitgelieferte Aluminium-Fernbedienung RD-29 bietet ein Ziffernfeld für die direkte Titelwahl und Zugriff auf die Wiedergabefunktionen. Für eine CD oder SACD ist damit alles in Reichweite, was man am Hörplatz braucht. Ein Trigger-Eingang ermöglicht außerdem die gekoppelte Betriebs- und Standby-Schaltung mit einer geeigneten Steuerquelle, während Control-Ein- und -Ausgang die Weitergabe von Fernbedienungssignalen zwischen kompatiblen Luxman-Geräten erlauben.

Gestalterisch ist der D-07X ein sehr schöner Partner für einen Luxman-Verstärker, lässt sich über seine analogen Anschlüsse aber ebenso in eine vorhandene Anlage anderer Herkunft integrieren. Bei Longtone betrachten wir dabei die gesamte Kombination aus Quelle, Verstärkung und Lautsprechern. Gerade wenn bereits viel Sorgfalt in Aufstellung und Systemwahl geflossen ist, lohnt es sich, einer Quelle dieser Klasse mit vertrauten Aufnahmen Zeit zu geben.

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