Achtung: Die Produkte in unserem Webshop dienen primär der Veranschaulichung unseres Sortiments. Beachten Sie bitte, dass wir nicht alle Produkte vorrätig lagernd haben und manche Artikel eine längere Lieferdauer aufweisen.
Zu Produktinformationen springen
1 von 15

Onkyo A-50

Onkyo A-50

Normaler Preis €1.299,00 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €1.299,00 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern.

Der Film ist aus, aber das Stück aus dem Abspann lässt dich nicht los. Du suchst es am Handy, landest beim ganzen Album, und ehe du dich versiehst, war der Film bloß das Vorprogramm. Für solche Abende ist der Onkyo A-50 gebaut. Der Fernseher hängt am selben Verstärker wie der Plattenspieler, und wenn du ein Album streamen willst, spielt es über genau die Lautsprecher, die du dir fürs Musikhören ausgesucht hast. Vor dir steht ein Vollverstärker aus Onkyos Reihe Icon, mit einer fünf Millimeter starken Aluminiumfront, einem großen Lautstärkeregler in der Mitte und einem kleinen Schalter namens Direct. Gerade der kleine Schalter erzählt ziemlich gut, was diesen Onkyo von anderen Streamingverstärkern unterscheidet.

Legst du eine Platte auf und schaltest auf Direct, bleibt das Signal vom Tonabnehmer durch den Verstärker hindurch analog. Bei digitalen Quellen übernimmt weiterhin der eingebaute Wandler, die digitale Klangbearbeitung wird aber auch hier umgangen. Sobald du die Klangregelung oder die digitale Raumkorrektur nutzen willst, nimmt das Analogsignal den anderen Weg und wird dafür mit 24 Bit und 48 kHz gewandelt. Das ist mehr als eine Frage der Einstellung für Bass und Höhen. Du kannst denselben Plattenspieler an derselben Anlage einmal mit durchgehend analogem Signalweg hören und dir ein anderes Mal beim Bass von der Raumkorrektur helfen lassen. Den Weg dazwischen schaltest du vorne am Gerät um, ohne dass hinter dem Regal irgendetwas umgesteckt werden muss.

Auch beim Phonoeingang hat Onkyo mitgedacht. Ein Schalter auf der Rückseite passt die eingebaute Phonostufe an MM oder MC an, mit den jeweiligen Abschlussimpedanzen von 47 kΩ und 110 Ω. Ein klassisches Magnetsystem kannst du damit direkt anschließen, und wenn du später auf einen leiseren Tonabnehmer mit beweglicher Spule umsteigst, der zu diesem Abschluss passt, muss dafür keine separate Phonostufe her. Wer bereits eine hat oder einen Plattenspieler mit eingebautem Vorverstärker verwendet, geht einfach in einen der drei analogen Cincheingänge. So kann sich am Plattenspieler über die Jahre einiges ändern, ohne dass du den Verstärker gleich mitwechseln musst.

Der überzeugendste Grund, Direct auch einmal ausgeschaltet zu lassen, heißt Dirac Live. Wer schon einmal vom Sofa aufgestanden ist und zwei Schritte weiter plötzlich einen ganz anderen Bass gehört hat, kennt das Problem: Das Zimmer spielt mit. Im ungünstigen Fall bleibt eine einzelne Bassnote so lange im Raum hängen, dass man die nächste kaum noch auseinanderhalten kann. Mit dem beiliegenden Mikrofon misst der A-50 die Lautsprecher an mehreren Positionen rund um den Hörplatz ein. Dirac berücksichtigt dabei neben dem Frequenzgang auch die Impulsantwort und berechnet Filter für die Wiedergabe. Die mitgelieferte Lizenz deckt 20 bis 500 Hz ab, also genau den Bereich, in dem sich in vielen Wohnräumen die hartnäckigsten Überhöhungen bemerkbar machen. Eine Lizenz für die Korrektur über das gesamte Frequenzspektrum gibt es optional.

Drei Filterprofile lassen sich speichern, und die Korrektur kann man zum Vergleich ganz abschalten. Wir würden zuerst die Lautsprecher so gut wie möglich aufstellen und danach mit einer vertrauten Aufnahme vergleichen. Wenn sich die einzelnen Töne eines Basslaufs besser verfolgen lassen, ohne dass das Schlagzeug seinen Druck verliert, hat sich das Einmessen gelohnt. Und wenn die Anlage schon ohne Korrektur so spielt, wie du sie haben willst, darf Dirac einfach aus bleiben.

Die Endstufe ist klassisch in Class AB aufgebaut. Onkyo setzt auf eine dreistufige Schaltung in invertierter Darlingtonbauweise, die auf hohe Ausgangsströme bei niedrigen Verzerrungen ausgelegt ist. Dazu kommen eigens gefertigte Kondensatoren mit jeweils 10.000 µF und eine Kupferstromschiene im Netzteil. An 8 Ω gibt Onkyo 110 Watt pro Kanal an, gemessen von 20 Hz bis 20 kHz bei 0,07 Prozent Klirr und mit beiden Kanälen in Betrieb. Die 180 Watt pro Kanal an 4 Ω gelten bei 1 kHz und 0,7 Prozent Klirr, ebenfalls mit beiden Kanälen in Betrieb. Zwei unterschiedliche Messungen also, aber genug Substanz, um bei der Lautsprecherwahl über kleine Kompaktboxen hinauszudenken. Die Endstufe gibt ihre Wärme über einen Aluminiumkühlkörper ab und kommt ohne Lüfter aus, was man an einem leisen Abend durchaus zu schätzen weiß.

Im Digitalteil steckt ein AKM AK4452VN. Spannender als die maximale Abtastrate des Chips ist, was Onkyo hinter den Wandler setzt: eine aus Einzelbauteilen aufgebaute Filterschaltung namens DIDRC. Ihr Ziel ist es, die Auswirkungen sehr hochfrequenter Störanteile zu begrenzen. Treffen zwei solcher Anteile in einer nichtlinearen Schaltung aufeinander, können dabei Differenzfrequenzen entstehen, die bis in den Hörbereich reichen. Onkyo setzt deshalb auf einen analogen Filter, der schnellen Signaländerungen folgen kann. Ein schönes Detail für alle, die bei einem DAC auch wissen wollen, was nach dem Chip passiert.

Im Alltag darf das alles wieder in den Hintergrund rücken. Der A-50 hängt per WLAN oder Netzwerkkabel im Heimnetz. Wer Spotify, TIDAL oder Qobuz verwendet, kann den Onkyo direkt aus der jeweiligen App als Abspielgerät auswählen. Wenn du deine Sammlung mit Roon verwaltest, lässt er sich als zertifiziertes Abspielgerät einbinden. Über HDMI ARC kommt der Fernsehton mit einem einzigen Kabel zur Anlage, und bei kompatiblen Fernsehern lässt sich die Lautstärke dank HDMI CEC mit der gewohnten Fernbedienung regeln. Wer CDs hört, kann seinen Spieler je nach Ausgang analog oder digital anschließen.

Fürs leise Hören am Abend gibt es neben der Kopfhörerbuchse vorne auch Fidelity IQ. Diese Funktion passt die Klangbalance an die Lautstärke an und kann mit dem beiliegenden Mikrofon auf den Pegel am Hörplatz abgestimmt werden. Den großen Lautstärkeregler hat Onkyo übrigens motorisiert: Wenn du vom Sofa aus mit der Fernbedienung lauter machst, dreht er sich am Gerät mit.

Unsere Meinung: Der A-50 passt besonders gut, wenn die Anlage im Wohnzimmer jeden Tag etwas anderes können soll, du dir beim Musikhören aber trotzdem die Zeit für eine ganze Plattenseite nimmst. Was uns an ihm gefällt, ist die Wahl, die Onkyo beim Signalweg lässt. Eine gute Platte kann komplett analog laufen, und wenn am Sofa der Bass zu dick wird, hast du mit Dirac ein Werkzeug, das am konkreten Problem ansetzt. Dazu kommen die Leistungsreserven für ein gutes Paar passiver Lautsprecher und eine Bedienung, bei der das Handy ruhig am Tisch liegen bleiben kann. So würden wir heute eine Anlage aufbauen, die ihren Platz im Wohnzimmer auch dann verdient, wenn der Fernseher aus bleibt.

Vollständige Details anzeigen

Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin bei uns!