Achtung: Die Produkte in unserem Webshop dienen primär der Veranschaulichung unseres Sortiments. Beachten Sie bitte, dass wir nicht alle Produkte vorrätig lagernd haben und manche Artikel eine längere Lieferdauer aufweisen.
Zu Produktinformationen springen
1 von 3

Pro-Ject Tube Box S2

Pro-Ject Tube Box S2

Normaler Preis €449,00 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €449,00 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern.

Die Tube Box S2 ist eine Phono-Vorstufe für MM- und MC-Tonabnehmer, aber eigentlich ist das nur die sachliche Hälfte der Geschichte. Die andere beginnt mit zwei kleinen ECC83-Röhren, die oben aus dem Gehäuse herausragen, mit einem vollständig diskreten Schaltungsaufbau ohne klassische Operationsverstärker und mit diesem schönen Moment, wenn aus einem sehr kleinen Signal plötzlich etwas entsteht, das Farbe, Raum und Leben besitzt.

Genau das ist bei Phono ohnehin die eigentliche Magie.

Ein Tonabnehmer liefert kein fertiges Musiksignal, das man nur noch ein bisschen verstärken muss. Er erzeugt eine winzige elektrische Spannung, die mehrere Größenordnungen unter dem liegt, was ein normaler Hochpegeleingang erwartet. Gleichzeitig ist das Signal einer Schallplatte absichtlich frequenzverbogen aufgezeichnet und muss durch die RIAA-Entzerrung erst wieder in seine ursprüngliche Balance gebracht werden.

Die Phonostufe sitzt also an einer extrem sensiblen Stelle der gesamten Anlage.

Sie kann Musik öffnen.

Oder sie kann sie schon ganz am Anfang zusammenfalten.

Die Tube Box S2 nimmt genau diese Aufgabe erstaunlich ernst.

Pro-Ject verwendet eine vollständig diskrete Schaltung ohne OpAmps und kombiniert sie mit einer rauscharmen FET-Eingangsstufe sowie zwei ECC83 beziehungsweise 12AX7-Röhren. Das Interessante daran ist, dass die Röhre hier nicht wie ein nachträglich eingeschalteter Effekt funktioniert, der jedem Album eine warme Decke überzieht. Die gesamte Schaltung wurde um diesen Aufbau herum entwickelt.

Und das hört man - Die Tube Box S2 besitzt Farbe und Körper, aber sie ist keineswegs langsam. Der Bass hat Griff. Stimmen haben Substanz. Räume öffnen sich mit einer gewissen Weite, und gerade akustische Instrumente bekommen diese schöne Mischung aus Material und Luft, die man mit Vinyl verbindet, wenn es richtig gut funktioniert.

Eine Gitarre besteht dann nicht bloß aus Anschlag und Tonhöhe, sondern bekommt Holz und Resonanzkörper. Ein Kontrabass besitzt nicht einfach Bass, sondern Saitenspannung und Volumen. Eine Stimme steht nicht wie ausgeschnitten zwischen den Lautsprechern, sondern bekommt Tiefe und dieses schwer beschreibbare Gefühl von Präsenz, bei dem man irgendwann nicht mehr auf den Frequenzgang hört, sondern auf den Menschen.

Das ist für uns der eigentliche Reiz einer guten Röhren-Phonostufe.

Nicht Wärme als Selbstzweck. Sondern Farbe ohne Verlust von Bewegung.

Denn eine Röhre kann wunderschön klingen und trotzdem langweilig sein, wenn die Schaltung alles zu weich zeichnet. Dann besitzt plötzlich jede Platte dieselbe angenehme Patina, der Bass verliert Kontur und rhythmisch komplexe Musik verwandelt sich in eine sehr stilvolle Suppe.

Die Tube Box S2 geht erfreulicherweise nicht diesen Weg. Sie kann ausgesprochen lebendig spielen.

Ein Schlagzeug hat Attacke. Basslinien bewegen sich. Gitarren besitzen Biss, und elektronische Musik wird nicht automatisch zu einer Demonstration darüber, wie romantisch zwei glühende Glaszylinder aussehen können.

Die Röhren bringen eher etwas in die Wiedergabe, das man als Textur bezeichnen könnte.

Mehr Oberfläche. Mehr Körper.

Mehr räumliche Atmosphäre.

Und vor allem eine sehr schöne Art, Stimmen und akustische Instrumente in den Raum zu stellen.

Gerade wenn man von einer sehr einfachen integrierten Phonostufe kommt, kann der Unterschied erheblich sein. Viele Verstärker besitzen heute zwar einen Phonoeingang, doch bei preislich vernünftigen Geräten ist dieser häufig eher als Komfortfunktion gedacht. Er funktioniert, er macht Musik und für den Anfang ist das vollkommen legitim.

Aber ein guter Plattenspieler kann mehr. Ein gutes System kann mehr.

Und irgendwann wird genau die kleine Phonostufe im Verstärker zum Flaschenhals. Dann ist die Tube Box S2 ein ausgesprochen interessanter Schritt.

Nicht nur, weil sie anders klingt, sondern weil sie deutlich mehr Möglichkeiten bietet, einen Tonabnehmer tatsächlich passend zu betreiben.

Das ist vor allem bei Moving-Coil-Systemen wichtig.

Während viele einfache Phonostufen lediglich einen MM- und einen MC-Schalter anbieten, lässt sich die Tube Box S2 wesentlich genauer anpassen. Für MC-Tonabnehmer stehen verschiedene Abschlussimpedanzen zur Verfügung, darunter 10 Ohm, 100 Ohm, 1 kOhm und 2 kOhm, während MM-Systeme klassisch mit 47 kOhm abgeschlossen werden.

Dazu kommt die Möglichkeit, die Eingangskapazität in mehreren Stufen anzupassen.

Gerade bei MM-Tonabnehmern ist das kein theoretisches Detail, denn die Kapazität von Kabel und Phonostufe beeinflusst gemeinsam mit den elektrischen Eigenschaften des Systems den Hochtonbereich. Ein Ortofon 2M, ein Pro-Ject Pick it oder ein anderes MM-System kann deshalb hörbar davon profitieren, wenn die gesamte elektrische Last vernünftig zum Tonabnehmer passt.

Die Tube Box S2 lässt einem dafür erstaunlich viel Spielraum.

Noch wichtiger ist die Verstärkung -  Ein kräftiges MM-System benötigt eine vollkommen andere Gain-Struktur als ein leises Low-Output-MC. Deshalb bietet die Tube Box S2 mehrere Verstärkungsstufen bis hinauf in einen Bereich, in dem sich auch viele klassische MC-Systeme sinnvoll betreiben lassen.

Das klingt technisch.

Im Alltag bedeutet es, dass man den Plattenspieler nicht nach der Phonostufe aussuchen muss.

Man kann heute mit einem MM-System beginnen und später auf ein MC wechseln, ohne die Tube Box sofort wieder ersetzen zu müssen. Gerade für Anlagen, die sich über Jahre entwickeln sollen, finden wir das sehr angenehm.

Und Entwicklung ist bei diesem Gerät ohnehin ein schönes Thema.

Denn die beiden ECC83-Röhren sind austauschbar.

Das bedeutet zunächst ganz pragmatisch, dass sie nach sehr langer Nutzung ersetzt werden können. Es bedeutet aber auch, dass man später mit unterschiedlichen kompatiblen Röhren experimentieren kann.

Tube Rolling nennt die Szene das.

Und ja, man kann dabei erstaunlich viel Zeit verlieren.

Unterschiedliche ECC83 beziehungsweise 12AX7 können kleine Veränderungen in Tonalität, räumlicher Darstellung, Textur und Dynamik mitbringen. Man sollte daraus keinen Zauberkult machen, denn die grundlegende Schaltung bleibt selbstverständlich entscheidender als der Markenaufdruck auf dem Glas, aber gerade in einer fein abgestimmten Analogkette kann es Spaß machen, irgendwann eine andere Röhrenbestückung auszuprobieren.

Das ist eine jener Eigenschaften, die der Tube Box S2 Charakter geben.

Sie ist kein vollständig abgeschlossenes schwarzes Kästchen, bei dem man nie wieder etwas verändern kann.

Man sieht die Röhren.

Man kann sie anfassen, wenn sie kalt sind.

Man kann sie wechseln.

Und man bekommt dadurch eine gewisse Beziehung zu dem Gerät, die bei moderner Elektronik inzwischen selten geworden ist.

Vielleicht klingt das ein wenig romantisch.

Aber wir reden schließlich über Plattenspieler.

Ein bisschen Romantik ist erlaubt.

Technisch bleibt die Tube Box S2 dabei erfreulich bodenständig. Der Aufbau ist in Dual-Mono ausgeführt, um die beiden Kanäle möglichst sauber voneinander zu trennen, Pro-Ject verwendet hochwertige Polystyrol-Kondensatoren an relevanten Stellen und legt Wert auf eine präzise zweistufige RIAA-Entzerrung.

Das ist wichtig, weil eine Röhren-Phonostufe nicht einfach „röhrig“ klingen sollte.

Sie muss zuerst einmal korrekt arbeiten.

Wenn die RIAA-Kurve nicht stimmt, verändert sich die gesamte tonale Balance einer Platte. Bass, Mitten und Hochton stehen dann nicht dort, wo sie eigentlich hingehören. Die Tube Box S2 verbindet ihre klangliche Handschrift deshalb mit einem technisch sauberen Fundament, statt jede Abweichung anschließend als Charakter zu verkaufen.

Auch das Gehäuse ist interessanter, als seine kompakte Form vermuten lässt.

Pro-Ject setzt auf eine Aluminium-Metall-Sandwichkonstruktion, die sowohl mechanische Einflüsse als auch elektromagnetische Einstreuungen reduzieren soll. Gerade bei einer Phonostufe ist das keine Nebensache, weil hier mit extrem kleinen Eingangssignalen gearbeitet wird.

Ein Tonabnehmer liefert teilweise nur wenige Zehntel Millivolt.

In dieser Größenordnung wird plötzlich relevant, was bei einem normalen Line-Signal kaum eine Rolle spielt.

Netzteile.

Transformatoren.

Brummschleifen.

Schlechte Masseverbindungen.

Elektromagnetische Einstreuungen.

Deshalb sitzt auch das eigentliche Netzteil außerhalb des kleinen Gehäuses, während intern getrennte Versorgungsbereiche und eine gefilterte Hochspannungsversorgung für die Röhren arbeiten.

Das klingt für ein so kleines Gerät fast ein wenig übertrieben.

Ist es aber nicht.

Phono lebt davon, winzige Informationen möglichst unbeschädigt durch die ersten Verstärkungsstufen zu bekommen.

Wenn dort schon Rauschen und Brummen hinzugefügt werden, kann später kein noch so teurer Verstärker etwas davon wieder entfernen.

Auch der Subsonic-Filter gehört in der Praxis zu jenen Funktionen, die man erst dann schätzt, wenn man ihn braucht.

Schallplatten können durch leichte Welligkeit, Trittschall oder die Kombination aus Tonarm und Tonabnehmer sehr tieffrequente Bewegungen erzeugen, die mit Musik eigentlich nichts zu tun haben. Diese Frequenzen liegen teilweise unterhalb dessen, was wir bewusst als Ton wahrnehmen, können den Tieftöner aber trotzdem zu großen sichtbaren Bewegungen zwingen und dabei unnötig Verstärkerleistung verbrauchen.

Der Subsonic-Filter der Tube Box S2 setzt bei 20 Hertz an und kann solche tiefsten Störanteile reduzieren.

Gerade bei großen Lautsprechern oder Subwoofern kann das einen überraschend deutlichen Unterschied machen.

Die Membran hört auf, eine langsame Choreographie aufzuführen, die nie auf dem Album vorgesehen war, und die Anlage kann ihre Energie dort einsetzen, wo tatsächlich Musik passiert.

Die Bedienung selbst bleibt dabei herrlich analog.

Gain und Subsonic-Funktion sitzen vorne, die weiteren Anpassungen erfolgen über Schalter am Gerät. Kein Display. Keine App. Kein Menü. Keine Firmware.

Und wir müssen zugeben: Bei einer Phonostufe finden wir das ziemlich sympathisch.

Ein Tonabnehmer ändert seine Impedanz schließlich nicht über Nacht, weil ein Softwareupdate erschienen ist.

Man stellt die Tube Box einmal passend zum System ein und hört.

Wer später das System wechselt, passt sie erneut an.

Fertig.

Gerade diese Kombination aus Flexibilität und Einfachheit macht sie so reizvoll.

Sie ist technisch deutlich anpassbarer als die meisten integrierten Phonostufen, ohne dabei zum Laborgerät zu werden.

Man kann sich intensiv mit den Einstellungen beschäftigen.

Man muss es aber nicht jeden Abend tun.

Optisch ist sie ohnehin eines dieser typischen Pro-Ject-Produkte, die kaum Platz benötigen und trotzdem sofort erkennen lassen, worum es geht.

Das kleine Gehäuse ist in Schwarz oder Silber erhältlich, darüber sitzen die beiden sichtbaren Röhren. Mehr braucht es eigentlich nicht.

Sie ist nicht luxuriös auf jene Weise, bei der aus fünf Kilogramm gefrästem Aluminium plötzlich ein eigener Preisfaktor wird.

Sie wirkt eher wie ein Stück konzentrierte Technik.

Und gerade neben einem schönen Plattenspieler macht das erstaunlich viel her.

Das warme Glimmen der Röhren gehört natürlich dazu.

Wir würden niemals behaupten, dass Musik deshalb besser klingt.

Aber Vinyl ist ein haptisches Medium, und wenn sich eine Anlage schon bewusst gegen vollständige Unsichtbarkeit entscheidet, darf sie unserer Meinung nach auch ein bisschen zeigen, was sie macht.

Ein drehender Teller.

Eine Nadel in der Rille.

Zwei glimmende Röhren.

Es gibt schlechtere Möglichkeiten, einen Abend zu verbringen.

Besonders interessant finden wir die Tube Box S2 für Anlagen, die gerade an jenem Punkt angekommen sind, an dem ein solider Plattenspieler bereits vorhanden ist und der nächste sinnvolle Schritt nicht zwingend ein noch teureres Laufwerk sein muss.

Ein Pro-Ject Debut mit gutem System kann von einer besseren Phonostufe erheblich profitieren.

Ein Rega Planar kann plötzlich zeigen, wie viel Rhythmus und Raum tatsächlich aus seinem Tonabnehmer kommt.

Und auch ambitioniertere Laufwerke können mit der Tube Box S2 sehr überzeugend zusammenspielen, solange System und Gain-Struktur vernünftig gewählt sind.

Gerade mit einem guten MM wie einem Ortofon 2M Blue oder Bronze kann die Kombination sehr charmant sein, weil der Tonabnehmer Präzision und Struktur liefert, während die Tube Box der Wiedergabe etwas mehr Farbe und Körper gibt.

Bei MC-Systemen wird es noch spannender.

Hier lohnt es sich, mit dem Abschlusswiderstand tatsächlich zu experimentieren. Der Hersteller eines Tonabnehmers gibt normalerweise einen sinnvollen Bereich vor, doch innerhalb dieses Bereichs kann die elektrische Last die subjektive Balance beeinflussen.

Manchmal wirkt ein System mit einer niedrigeren Last etwas kompakter und kontrollierter, mit einer höheren etwas offener und freier.

Dabei gibt es keine universelle „audiophile“ Einstellung.

Es gibt die Einstellung, bei der Tonabnehmer, Tonarm, Phonostufe und der Rest der Anlage zusammen funktionieren.

Genau dabei helfen wir bei Longtone ohnehin lieber persönlich, als einfach irgendeine Zahl aus einer Tabelle abzuschreiben.

Denn Tonabnehmer sind keine isolierten Produkte.

Eine Excalibur, Ortofon, Rega, Linn oder Pro-Ject Kombination kann völlig unterschiedliche Anforderungen haben, und gerade bei MC lohnt sich die Anpassung an das konkrete System.

Die Tube Box S2 gibt uns dafür genug Möglichkeiten, ohne dass der Einstieg kompliziert wird.

Und wer später noch ein wenig weitergehen möchte, kann sogar die Stromversorgung angehen.

Pro-Ject sieht die eigene Accu Box S2 als kompatibles Upgrade vor. Eine batteriebasierte Versorgung kann die Phonostufe von bestimmten Störungen des Stromnetzes entkoppeln und bietet dadurch einen weiteren Ansatzpunkt für eine Anlage, die bereits fein genug spielt, um solche Unterschiede überhaupt sinnvoll zu zeigen.

Das würden wir nicht als ersten Schritt sehen.

Zuerst müssen Plattenspieler, Tonabnehmer und Justage stimmen.

Dann die Phonostufe.

Und irgendwann, wenn alles andere bereits richtig gut funktioniert, darf man sich mit solchen Dingen beschäftigen.

Das ist ohnehin eine vernünftige Reihenfolge bei HiFi.

Die Tube Box S2 ist gerade deshalb so sympathisch, weil sie nicht verlangt, dass man sofort am Ende dieser Reise angekommen ist.

Sie kann in einer guten Einsteigeranlage beginnen und später gemeinsam mit einem besseren Tonabnehmer oder Plattenspieler weiterziehen.

Man kann mit einem MM-System starten, später MC ausprobieren, irgendwann andere Röhren einsetzen und bei Bedarf die Stromversorgung aufrüsten, ohne das Grundgerät sofort überflüssig zu machen.

Das ist für uns nachhaltiger und interessanter als eine Komponente, die nur exakt eine Aufgabe in exakt einer Konfiguration erfüllen kann.

Vor allem aber klingt die Tube Box S2 nach etwas.

Und das meinen wir ausdrücklich positiv.

Es gibt Phonostufen, deren größtes Ziel darin besteht, möglichst vollkommen unsichtbar zu werden. Das kann großartig sein und ist je nach Anlage genau richtig.

Die Tube Box S2 besitzt dagegen eine gewisse Persönlichkeit.

Nicht im Sinne eines starken Klangfilters, der jede Platte auf dieselbe Weise färbt, sondern als leichte Betonung von Körper, Raum und Textur. Stimmen können ein wenig greifbarer wirken, Instrumente bekommen mehr Fleisch und die Bühne öffnet sich mit einer schönen Tiefe.

Gleichzeitig bleibt genügend Geschwindigkeit erhalten, damit Rock nicht einschläft und elektronische Musik nicht plötzlich in Cordhose auftreten muss.

Das ist wahrscheinlich die Balance, die wir an ihr am meisten mögen.

Röhre, ohne Röhrenkarikatur.

Vinyl, ohne Nostalgieshow.

Und ein ziemlich erwachsener Phonovorverstärker in einem Gehäuse, das kaum größer ist als zwei ordentliche Taschenbücher.

Unsere Meinung

Die Pro-Ject Tube Box S2 ist für uns eine der spannendsten Phonostufen für Menschen, die ihren Plattenspieler hörbar weiterbringen und dabei bewusst etwas Charakter in die Anlage holen möchten.

Sie verbindet einen vollständig diskreten Aufbau ohne OpAmps mit einer rauscharmen FET-Eingangsstufe, einer präzisen RIAA-Entzerrung und zwei austauschbaren ECC83-Röhren, bleibt dabei aber flexibel genug, um sowohl MM- als auch eine große Auswahl an MC-Tonabnehmern sinnvoll zu betreiben.

Was uns daran gefällt, ist weniger das Röhrenglühen selbst als die Art, wie die Tube Box S2 Musik präsentiert. Sie besitzt Körper und Farbe, ohne alles weichzuzeichnen, sie kann Stimmen wunderbar freistellen und gibt akustischen Instrumenten jene Textur, wegen der wir Vinyl überhaupt noch hören.

Dazu kommt diese typisch Pro-Ject-artige Vernunft: Das Gerät ist kompakt, sinnvoll aufgebaut, anpassbar, aufrüstbar und konzentriert sein Budget dort, wo es klanglich relevant wird.

Wer von einer einfachen integrierten Phonostufe kommt und seinem guten Plattenspieler endlich etwas mehr Raum geben möchte, sollte sich die Tube Box S2 sehr genau anhören.

Und ja, die zwei Röhren sehen am Abend ziemlich gut aus.

Zum Glück klingen sie auch so.



Vollständige Details anzeigen

Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin bei uns!