Achtung: Die Produkte in unserem Webshop dienen primär der Veranschaulichung unseres Sortiments. Beachten Sie bitte, dass wir nicht alle Produkte vorrätig lagernd haben und manche Artikel eine längere Lieferdauer aufweisen.
Zu Produktinformationen springen
1 von 3

Onkyo P-80 & M-80 STEREO-SET

Onkyo P-80 & M-80 STEREO-SET

Normaler Preis €3.000,00 EUR
Normaler Preis €3.098,00 EUR Verkaufspreis €3.000,00 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern.

Es hat etwas Schönes, wenn dieselbe Anlage am Freitagabend für eine ganze Plattenseite deine volle Aufmerksamkeit bekommt und am Montag einfach mit dem Fernseher angeht. Genau diese Mischung gefällt uns an der Onkyo P-80 und M-80. Da steht eine Vorstufe mit einem großen, motorisierten Lautstärkeregler neben einer Endstufe, deren Zeiger vor bernsteinfarben beleuchteten Skalen zur Musik ausschlagen. Zusammen machen die beiden aus einem Paar passiver Lautsprecher eine Anlage, an der der Plattenspieler genauso selbstverständlich seinen Platz hat wie der Fernseher.

Die P-80 ist der Teil der Anlage, den du im Alltag bedienst. Hier wählst du die Quelle, stellst die Lautstärke ein und entscheidest, ob du die Raumkorrektur verwenden möchtest. Die M-80 bekommt von ihr ein analoges Signal mit dem bereits eingestellten Pegel und übernimmt den Antrieb der Lautsprecher. Beide Geräte haben ein eigenes Netzteil. Die empfindliche Phonostufe sitzt so in einem anderen Gehäuse als die Leistungselektronik, die beim nächsten Schlag auf die Bassdrum den Lautsprechern Strom liefern muss. Zwischen den beiden Geräten hast du die Wahl zwischen Cinch und symmetrischem XLR. Bei XLR treffen 220 Ω Ausgangsimpedanz an der Vorstufe auf 20 kΩ Eingangsimpedanz an der Endstufe. Die M-80 belastet den Ausgang der P-80 damit nur gering, und gerade wenn die Geräte weiter auseinanderstehen, kann die symmetrische Verbindung helfen, eingefangene Störungen zu unterdrücken.

Bei zwei Geräten klingt das alles nach mehr Aufwand, als es beim Benutzen tatsächlich ist. Das kleine Triggerkabel zwischen den beiden überträgt eine Schaltspannung von 12 Volt. Sobald du die P-80 einschaltest, geht auch die M-80 an, und am Ende des Abends wechseln beide gemeinsam in den Standby. Über HDMI ARC kommt der Fernsehton zur Vorstufe, und mit aktiviertem HDMI CEC kannst du bei einem kompatiblen Fernseher die Lautstärke der Anlage mit der gewohnten Fernbedienung regeln. Wenn du danach noch ein Album hören willst, kannst du die Anlage direkt in Spotify, TIDAL oder Qobuz auswählen. Der Netzwerkplayer sitzt bereits in der P-80, kommt per WLAN oder Ethernet ins Heimnetz und lässt sich auch in Roon einbinden.

Für den Plattenspieler hat die P-80 eine eigene Platine, die im Gehäuse weit vom Netztrafo entfernt sitzt. Bei einem leisen Tonabnehmer mit beweglicher Spule kann das Signal am Eingang nur ein paar Zehntel Millivolt betragen. Dafür hat Onkyo den Verstärkerzweig für MC aus Einzelbauteilen aufgebaut. Am Phonoeingang kannst du zwischen 47 kΩ für MM und 110 Ω für MC umschalten. Schaltest du vorne auf Direct, bleibt das Signal von der Phonostufe über die Verbindung zur M-80 bis an die Lautsprecherklemmen analog. Wenn du dieselbe Platte mit digitaler Raumkorrektur hören möchtest, kann die P-80 das Signal dafür wandeln. Gerade bei einer vertrauten Pressung macht es Spaß, sich beides in Ruhe anzuhören und zu entscheiden, was im eigenen Zimmer besser passt.

Eine technische Idee zieht sich dabei durch beide Gehäuse. Onkyo nennt sie DIDRC und setzt sie in der P-80 sowohl in der Phonostufe als auch im analogen Filter hinter dem Wandler von AKM ein. In der M-80 sitzt sie in der Treiberstufe, die den Leistungstransistoren vorgeschaltet ist. Dahinter steckt der Gedanke, dass sich sehr hochfrequente Störanteile in einer nichtlinearen Schaltung zu tieferen, mitunter hörbaren Frequenzen mischen können. Onkyo setzt deshalb auf eine hohe Anstiegsgeschwindigkeit, damit die Schaltung schnellen Signaländerungen folgen und solche Intermodulationsprodukte begrenzen kann.

Was die M-80 beim Einsatz der ganzen Band mitbringt, lässt sich konkreter beziffern. Onkyo nennt 130 Watt pro Kanal an 8 Ω, gemessen über 20 Hz bis 20 kHz bei 0,07 Prozent Klirr. An 4 Ω sind es 200 Watt pro Kanal bei 1 kHz und 0,7 Prozent Klirr, jeweils mit beiden Kanälen in Betrieb. Die analoge Endstufe arbeitet in Class AB mit einer dreistufigen invertierten Darlingtonschaltung. Pro Kanal teilen sich zwei parallel geschaltete Paare von Leistungstransistoren den Ausgangsstrom, während zwei Siebkondensatoren mit je 10.000 µF im Netzteil die Versorgung puffern. Der Unterschied zwischen durchschnittlichem Hörpegel und dem kurzen Moment, in dem ein Schlagzeug richtig zupackt, ist der Grund, warum uns solche Reserven interessieren. Dafür muss man nicht erst die Nachbarn kennenlernen.

Ob der Bass an deinem Hörplatz so ankommt, wie er soll, entscheidet allerdings auch das Zimmer. Mit dem mitgelieferten Mikrofon kannst du die Anlage rund um deinen Hörplatz einmessen. Dirac Live berücksichtigt dabei den Frequenzgang und die Impulsantwort, und die enthaltene Lizenz deckt den Bereich von 20 bis 500 Hz ab. Du kannst bis zu drei Filterprofile ablegen und jederzeit mit ausgeschalteter Korrektur vergleichen. Falls du einen oder zwei aktive Subwoofer ergänzen möchtest, schließt du sie an der P-80 an, während die M-80 weiterhin das Hauptpaar antreibt. Das optionale Dirac Live Bass Control stimmt die Subwoofer über Pegel, Laufzeiten und Filter auf die Hauptlautsprecher ab. Eine Korrektur über 500 Hz hinaus lässt sich ebenfalls per Lizenz ergänzen. Wir würden mit einer guten Aufstellung und der mitgelieferten Korrektur beginnen. Oft hört man schon da, ob der Basslauf mehr Kontur gewinnt und trotzdem noch so viel Gewicht hat, wie man sich wünscht.

Ein Detail geht bei all der Technik fast unter: Die Zeiger der M-80 zeigen die Ausgangsleistung auf einer Skala für 8 Ω an. Im empfindlicheren Bereich ×10 sind auch kleine Ausschläge gut zu sehen. So kannst du auch spätabends sehen, was auf der Aufnahme passiert, wenn es rundherum längst still geworden ist. Und wenn dir an einem Abend selbst das zu viel Licht ist, kannst du die Beleuchtung separat ausschalten.

Unsere Meinung: Für uns ist das ein Set für Leute, die sich ihr Wohnzimmer um ein gutes Paar Lautsprecher herum einrichten könnten und die Anlage trotzdem mit der Fernbedienung vom Fernseher leiser machen wollen. Wir würden Lautsprecher aussuchen, die zum Raum und zum Hörabstand passen, und uns dann die Zeit nehmen, mit und ohne Dirac zu hören. So bekommst du eine Anlage, die du bei Bedarf sehr genau abstimmen kannst und die dich beim Musikhören damit in Ruhe lässt. Und wenn du die Platte doch noch umdrehst, obwohl du schon längst ins Bett wolltest, haben die beiden Onkyos ihren Job gemacht.

Vollständige Details anzeigen

Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin bei uns!